Regensburg: Geiselnahme in Bank – Täter (20) festgenommen

Verdächtiger von Regensburg soll vor Haftrichter

Raubüberfall in Regensburger Bank: Täter festgenommen

Nach dem tödlichen Messerangriff in einer Regensburger Bank soll der Tatverdächtige am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Die Ermittler wollen dann auch weitere Details zu dem Fall bekanntgeben.

Nach der tödlichen Attacke in einer Regensburger Bankfiliale soll der festgenommene mutmaßliche Täter am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden. Der 20-jährige Deutsche soll mit einem Messer auf einen Mann eingestochen haben, der später in einem Krankenhaus starb. Er soll ein Mitarbeiter der Bank gewesen sein.

Polizei und Staatsanwaltschaft ermitteln wegen eines Tötungsdelikts und eines Raubüberfalls – zunächst war von einer Geiselnahme die Rede gewesen.

Am Freitagmittag wollen die Ermittler in einer Pressekonferenz weitere Details zu dem Fall bekanntgeben. Zum Tatmotiv oder möglichen Hintergründen machten sie bislang keine Angaben.

Verdächtiger leistet keinen Widerstand

Offenbar Geiselnahme in Regensburg

Die Tat ereignete sich am Donnerstagmittag, gegen 14:50 Uhr bei der Polizei ein. Der Verdächtige habe sich zunächst mit mehreren Menschen in der Bank befunden, hieß es von dort. Dann konnte er die Bank verlassen – wie ist noch unklar. Zu dem Mann, der mit einem Messer verletzt wurde, hatten die Einsatzkräfte zunächst nur Blickkontakt. Später, nachdem er aus der Bank entkommen war, konnte er von Rettungskräften erstversorgt werden, erlag aber im Krankenhaus seinen Verletzungen.

Spezialkräfte brachten später zwei weitere Personen aus dem Gebäude, den Bereich um die Filiale hatten sie weiträumig abgesperrt.

Toter in Regensburg: Geiselnehmer (20) aus der Bank tötete Filialleiter  (58) | Regional | BILD.de

Drei Stunden, nachdem der Alarm eingegangen war, meldete die Polizei auch die Festnahme des mutmaßlichen Täters. Er habe keinen Widerstand geleistet und blieb bei der Festnahme unverletzt. Die Ermittler gehen von einem Einzeltäter aus.

Hermann spricht Angehörigen Mitgefühl aus

Bayerns Innenminister, Joachim Herrmann, zeigte sich bestürzt. Der Getötete sei “das Opfer eines brutalen, unvermittelten Angriffs” geworden und habe “offensichtlich keine Chance” gehabt. Er sei mit seinen Gedanken bei seiner Familie und den Angehörigen. Der Einsatz der Spezialkräfte sei aber laut Herrmann “professionell und präzise” gewesen.