Leingarten: Junge Mutter stirbt bei tragischem Bahnunfall

In Leingarten bei Heilbronn ist es am Samstagabend zu einem tödlichen Unfall an einem Bahnübergang gekommen. Eine 26-jährige Mutter wurde beim Überqueren der Gleise mit einem Kinderwagen von einem Zug erfasst und so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle starb. Ihr zweijähriges Kind blieb nach Polizeiangaben unverletzt.
Der Unfall ereignete sich gegen 19.45 Uhr an einem Fußgängerüberweg im Bereich der Bahnstrecke. Nach bisherigen Informationen war die Frau mit ihrem Kind im Kinderwagen unterwegs, als sich ein Zug näherte. Der Zugführer leitete eine Notbremsung ein, konnte den Zusammenstoß jedoch nicht mehr verhindern. Die 43 Fahrgäste im Zug blieben unverletzt.

Besonders erschütternd sind Berichte, wonach die Mutter ihr Kind im letzten Moment noch in Sicherheit gebracht haben soll. Demnach habe sie den Kinderwagen von den Gleisen geschoben, bevor sie selbst vom Zug erfasst wurde. Diese genaue Abfolge muss jedoch von den Ermittlern weiter geprüft werden.
Der Bahnübergang soll mit einer Ampelanlage gesichert sein. Ob die Frau möglicherweise bei Rot die Gleise überquert hat oder ob andere Umstände eine Rolle spielten, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Auch die technischen Gegebenheiten vor Ort werden überprüft. Nach ersten Angaben gibt es bislang keine Hinweise darauf, dass weitere Personen im Zug verletzt wurden.
Nach dem Unfall waren Polizei und Rettungskräfte schnell vor Ort. Das Kind wurde in Obhut genommen und versorgt. Für die Mutter kam jede Hilfe zu spät.
Der tragische Vorfall hat in der Region große Bestürzung ausgelöst. Zugleich erinnert er daran, wie gefährlich Bahnübergänge sein können. Schon wenige Sekunden Unachtsamkeit können dort tödliche Folgen haben.



