22 deutsche Fußballlegenden der WM 1990: Damals Weltmeister – wo sind sie heute? Damals & Heute 2026

22 deutsche Fußballlegenden der WM 1990: Damals Weltmeister – wo sind sie heute? Damals & Heute 2026

Thumbnail

22 deutsche Fußballlegenden der WM 1990: Wo sind sie heute? Der goldene Jahrgang von damals hat Deutschland 1990 zum Weltmeister gemacht – doch was wurde aus den Helden von Rom? Von Franz Beckenbauer bis zu Andreas Köpke, wir blicken intensiv und aktuell auf ihre Wege bis ins Jahr 2026.

Franz Beckenbauer, der Kaiser, blieb jahrzehntelang ungeschlagen – als Spieler und als Trainer Weltmeister, eine unvergleichliche Karriere. Seine letzten Jahre verbrachte er zurückgezogen in den Salzburger Bergen. 1945 in München geboren, revolutionierte er das Fußballspiel als Libero und führte das Team 1990 als Teamchef zum WM-Titel.

Andreas Brehme, Meisterschütze des Siegtors in der 85. Minute, lebte für den Fußball wie kaum ein anderer. Sein plötzlicher Herzstillstand im Februar 2024 schockierte die Fußballwelt. Mit ruhiger Eleganz vergisst man nicht seinen unvergesslichen Schuss für Deutschland und seine vielseitige Karriere von München bis Mailand.

Lothar Matthäus, Deutschlands Rekordnationalspieler und Kapitän des WM-Trios 1990, polarisiert bis heute. Der Franke mit der Puma-Herkunft wurde 1991 Weltfußballer. Heute kennt man ihn als Meinungsstarkes TV-Gesicht, unvergessen bleibt sein Triumph, als er in Rom den Pokal in den Himmel hob.

Jürgen Klinsmann – einst Bäckerlehrling, dann Fußballstar, Welt- und Europameister, zog es nach seiner aktiven Karriere nach Kalifornien. Der charismatische Stürmer, Teil des tödlichen Sturmduos 1990, brachte den Fußball über den Atlantik. Heute lebt er abseits der deutschen Fußballbühne und blickt erfolgreich zurück.

Rudi Völler, der bescheidene „Tante Käte“ genannt, vereinte Fans mit seiner sympathischen Art. Der Sohn eines Jugendbetreuers spielte und gewann in Offenbach, München, Bremen und Italien – er wurde Champions-League-Sieger mit Marseille. Nach seiner aktiven Zeit war er stets dem Fußball treu, zuletzt als Direktor der Nationalmannschaft.

Pierre Littbarski, der Berliner Dribbelkünstler mit dem unnachahmlichen Witz, prägte drei Weltmeisterschaften und wurde in Japan zu einer Legende. Seine O-Beine waren Gegenstand medizinischer Interventionen, doch sein harter Einsatz im Spiel bescherte ihm Legendenstatus – ein Idol einer ganzen Nation.

Guido Buchwald, der „Diego“ aus Stuttgart, neutralisierte 1990 im Finale Maradona und glänzte später in Japan. Heute ist er VfB-Markenbotschafter und Tennishallenbesitzer in seiner Heimat. Der Spitzname entstand nach dem Achtelfinale – ein Beweis seines unerschütterlichen defensiven Talents.

Thomas Häßler, der kleine Berliner mit dem goldenen linken Fuß, erlebte Höhen und Tiefen. Sein Kampfgeist und Talent brachten ihn von Wedding zum Weltmeistertitel und Europameisterschaft 1996. Gesundheitsprobleme prägen sein Leben, doch 2026 feiert er seinen 60. Geburtstag im Fokus der Fußballgemeinschaft.

Bodo Illgner, ein junger Torwart, der im Schatten einer Legende begann, schrieb Geschichte als erster Torwart ohne Gegentor im WM-Finale. Heute lebt Illgner zurückgezogen zwischen Florida und Spanien, verfasste sogar einen Roman. Der gebürtige Koblenzer bleibt eine stille Größe im Schatten der Öffentlichkeit.

Jürgen Kohler, ein Abräumer und Kämpfer, glänzte als Innenverteidiger bei Bayern, Dortmund und anderen Clubs. Seine Erfolge mit Champions League und EM 1996 sind legendär. Nach seiner aktiven Zeit arbeitet er diskret als Trainer der U17-Mannschaft des Bonner SC und bleibt fernab der großen Bühnen im Fußball.

Stefan Reuter, der „Turbo“ aus Dinkelsbühl, wechselte erfolgreich zwischen Bayern, Turin und Dortmund. Er holte die Champions League, wurde Welt- und Europameister, und fünf Mal Deutscher Meister. Heute prägt er den Fußball hinter den Kulissen im FC Augsburg, seine leise Führungsrolle ein unaufdringlicher Motor.

Klaus Augenthaler, der stille Libero aus Niederbayern, verbrachte seine gesamte Profizeit beim FC Bayern. Sieben Meistertitel sprechen für sich. Nach 1990 wurde er Trainer und später eine feste Größe in der Bayern-Fanlegende, eine ruhige Kraft, die durch Kontinuität und Bodenständigkeit überzeugte.

Karl-Heinz Riedle, der Elfmeterheld aus dem Allgäu, kehrte nach einer Karriere in Rom, Dortmund und Liverpool zurück in seine Heimat. Heute betreibt er dort ein Hotel und eine Eventagentur, fernab vom Rampenlicht – ein Weltmeister, der seine Wurzeln nie vergaß, meisterlich auch im Leben nach dem Fußball.

Thomas Berthold, der harte Verteidiger aus Hanau, war Meister für die schweren Aufgaben auf dem Platz. Heute ist er Medienexperte und bekannt für klare Worte, die nicht immer jeden erfreuen. Er verpasste Rudi Völler den legendären Spitznamen „Tante Käte“ – ein Beleg für sein scharfes Auge auch neben dem Platz.

Olaf Thon, das Talent mit Hattrick als Jugendlicher gegen Bayern, blieb ein Denker auf dem Platz. Der Schalke-Liebling glänzte mehrfach national und international, doch der ganz große Ruhm blieb ihm versagt. Heute wohnt er in Gelsenkirchen und ist eine prägende Figur des Ruhrgebiets, tief verwurzelt im Fußball.

Andreas Köpke, einst nur Ersatztorwart 1990, wurde zum Helden von Wembley 1996. Geduld und Beharrlichkeit zeichneten seine Karriere aus, heute ist er langjähriger Torwarttrainer der Nationalmannschaft. Eine Figur, die im Hintergrund für Deutschlands Erfolge mitverantwortlich ist und Respekt genießt.

Uwe Bein, der stille Techniker aus Hessen, bekannt für seinen tödlichen Pass, wurde zu einem Idol bei Eintracht Frankfurt. Nach einer Verletzung wechselte er nach Japan, blieb nie Trainer, sondern arbeitet heute in einer Fußballschule. Sein Stil und seine Ruhe sind einzigartig – ein unterschätzter Held von 1990.

Andreas Möller, der jüngste im Team, bekannt für seine Dribblings und auch Skandale, blieb im Gedächtnis als talentierter und umstrittener Spieler. Von Frankfurt bis Turin führte ihn sein Weg zum Titel. Heute widmet er sich der Nachwuchsförderung bei Eintracht Frankfurt – zurück zum Ursprung seiner Karriere.

Reimond Aumann, lange im Schatten, wurde 1990 Weltmeister ohne Einsatz bei Spielen. Er blieb Bayern treu und kümmerte sich fast drei Jahrzehnte um die Fanbetreuung. Mit einem kurzen Ausflug in die Türkei blieb er der Münchner Legende verbunden und ist eine ruhende Kraft hinter den Kulissen.

Frank Mill, der bodenständige Stürmer aus Essen, wurde zur Ikone in Dortmund, obwohl er nie spielte bei der WM 1990. Ein Schlaganfall bei Dreharbeiten zur Dokumentation 2025 riss ihn aus dem Leben und hinterließ eine Lücke. Die Fußballwelt trauert um den Mann, der Fußball nicht nur spielte, sondern lebte.

Berti Vogts, der energische Terrier und 1974-Weltmeister, gehörte zum Trainerstab bei 1990 und folgte Beckenbauer als Bundestrainer. Sein späterer Weg führte ihn weltweit zu Nationalteams, darunter Nigeria und Schottland. Heute lebt er im Ruhestand – ein Meister der internationalen Fußballgeschichte mit deutschem Herz.

Paul Steiner, der eiserne Verteidiger und ältester Spieler im WM-Kader 1990, saß auf der Bank und spielte keine Minute. Seine Laufbahn geprägt von kompromissloser Leistung führte ihn vom Odenwald nach Köln. Heute arbeitet er als Scout und Videoanalyst in Leverkusen. Fußball ist für ihn Arbeit – kein Zeitvertreib.

Diese 22 Helden von 1990 sind heute weit verstreut, doch das Vermächtnis ihrer goldenen WM lebt weiter. Von stillen Rückzügen bis zu prägenden Rollen auf und neben dem Platz bleibt ihre Geschichte aktuell. In der Vorbereitung auf die WM 2026 erinnern wir uns an die, die Deutschland Weltmeister machten – und noch heute faszinieren.