Monaco: Bombenanschlag auf Oligarchen und seinen Sohn – Ermittlungen laufen
In Monaco kam es Ende Juni zu einem schweren Bombenanschlag vor dem Wohnhaus des ukrainischen Oligarchen Wadim Jamolajev. Neue Überwachungsaufnahmen, veröffentlicht von der ukrainischen Staatsanwaltschaft, sollen zeigen, wie die mutmaßliche Täterin einen Rucksack mit Sprengsatz platzierte. Bei der Explosion wurden Jamolajev und sein 13-jähriger Sohn schwer verletzt.
Auch die Partnerin des Oligarchen erlitt schwere Verletzungen und verlor beide Beine. Die Ermittlungen deuten auf eine Vorgehensweise hin, die an Agententhriller erinnert. Die mutmaßliche Täterin, eine ukrainische Staatsbürgerin, wurde wenige Tage nach dem Anschlag tot in der Nähe von Kiew aufgefunden.
Nach ukrainischen Angaben sollen die Verdächtigen Offiziere des ukrainischen Militärgeheimdienstes sein. Jamolajev beschuldigt den Geheimdienst, den Anschlag organisiert zu haben. Die ukrainische Regierung weist die Vorwürfe zurück. Hintergrund des Falls ist unter anderem, dass Jamolajev wegen mutmaßlicher Geschäfte mit Russland auf der Sanktionsliste der Ukraine steht.
Die Veröffentlichung der Videoaufnahmen sorgt nun für neue Aufmerksamkeit. Laut Staatsanwaltschaft seien die Originalaufnahmen zunächst zerstört und erst mühevoll wiederhergestellt worden. Die Aufnahmen sollen den Ablauf des Anschlags dokumentieren und könnten für die weiteren Ermittlungen von Bedeutung sein.
Der Bombenanschlag von Monaco wirft weiterhin viele Fragen auf, darunter die genaue Planung, mögliche Hintermänner und die Motivation der Täter. Behörden betonen, dass die Ermittlungen noch laufen und bislang keine endgültigen Schlussfolgerungen gezogen wurden.
Die internationale Aufmerksamkeit für den Fall ist hoch, da die Tat nicht nur schwerwiegende Verletzungen zur Folge hatte, sondern auch politische Spannungen zwischen einzelnen Staaten aufwirft. Derzeit arbeiten die zuständigen Ermittlungsbehörden daran, die Hintergründe des Anschlags vollständig zu klären.



